Strukturreform der Vermessungs- und Katasterverwaltungen

Veröffentlicht am 22.09.2011 in Landespolitik
 

Roger Lewentz: Wir stehen zur bürgernahen und effizienten Landesverwaltung. Daher müssen bestehende Strukturen immer wieder überprüft werden. Dies gilt auch die Vermessungs- und Katasteramtsverwaltung.

Die Vermessung- und Katasterverwaltung hat sich im vergangenen Jahrzehnt durch die Einführung innovativer Informations- und Kommunikationstechniken sowie satellitengestützer Vermessungsverfahren, die die Arbeitsabläufe grundlegend beeinflusst haben, tiefgreifend verändert. Zahlreiche Aufgaben werden bereits durch innovative und effektive Prozesse erledigt und Dienstleistungen gegenüber der Verwaltung, der Wirtschaft und den Bürgern gewährleistet. Dieser Trend wird sich in der Zukunft weiter fortsetzen.

Dies hat dazu geführt, dass bereits in den letzten 10 Jahren 430 Stellen abgebaut werden konnten. Wir müssen aber auch die demographische Entwicklung der kommenden Jahre im Blick haben. Vor diesem Hintergrund werden ca. 500 Arbeitskräfte in den nächsten 10 Jahren altersbedingt ausscheiden. Organisatorische Anpassungen der bestehenden Verwaltungsstruktur sind daher notwendig.

Die Neuorganisation der Vermessungs- und Katasterverwaltung sieht vor, 6 Amtsbezirke mit zwei Niederlassungen pro Bezirk einzurichten. Wir werden Personal abbauen - etwa 500 Stellen bis 2025 - und Standorte aufgeben. Dadurch werden nach der Umsetzung Einsparungen von jährlich 3,5 Millionen Euro erzielt. Das schafft Freiräume für wichtige Investitionen im Land, auch im Bereich der Bildung und der Inneren Sicherheit! Gleichzeitig tragen wir damit den Ausführungen des Landesrechnungshofs Rechnung und dazu bei, die Schuldenbremse einzuhalten.

Die Neuorganisation war von Anfang an geprägt durch ein hohes Maß des Miteinanders aller beteiligten Gruppen. Frühzeitig wurden Behördenleiter, Personalvertretungen und Berufsverbände gehört und in den Prozess eingebunden. Wir wollen eine sozialverträgliche Umsetzung der Neuorganisation. Deshalb setzen wir auf Vorruhestand, Altersteilzeit, Telearbeit und werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten neue Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.

Für die künftige Struktur und die neuen Niederlassungen waren folgende Kriterien maßgebend:

• Straffung der Aufbauorganisation
• Stärkung der Ämter in ihren Handlungskompetenzen
• Erreichbarkeit für Bürger und Beschäftigte
• Nutzung und Erweiterung der Online-Verfahren und -Angebote
• Wirtschaftliche Situation an den jeweiligen Behördenstandorten
• Anzahl weitere Behörden vor Ort
• Effizientere Aufgabenerledigung durch Konzentration von Spezialaufgaben
• Ressourcenschonende Umsetzung ohne Investitionen in neue Standorte
• Planungssicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ein Landesamt mit einer Außenstelle, zwei Niederlassungen pro Amtsbezirk, 86 öffentlich bestellte Vermessungsingenieure, 66 Kommunalverwaltungen, diverse Online-Angebote gewährleisten eine gute Struktur im Land.

 

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